Kaller Tunnel wiederhergestellt








Kall. Der Kaller Tunnel, der im Frühjahr 1945 an zwei Stellen durch schwere Sprengungen zerstört worden war, ist nunmehr, nach anderthalbjähriger Bauarbeit, wiederhergestellt worden. Seit dem 10. November wird ein Gleis von Arbeitszügen befahren. In beschränktem Umfange werden ebenfalls, soweit die Bahnhofsverhältnisse in Kall es zulassen, Güterwagen aus Richtung Euskirchen bis Kall geleitet. Mit der Aufnahme des Personenzugverkehrs bis Trier ist noch vor Jahresende zu rechnen, vorausgesetzt, daß - was angenommen werden darf - die Brückenbauten bei Nettersheim und Soetenich bis dahin vollendet sind. Die Durchführung der Arbeiten am Tunnel in verhältnismäßig so kurzer Zeit bedeutet eine große Leistung sowohl der Reichsbahn, die mit fast unüberwindlichen Personal- und Materialschwierigkeiten zu kämpfen hatte, wie vor allem auch der Arbeiterschaft, der außer vielem anderen oft das Nötigste an Kleidung und Schuhwerk fehlte.

(KR) Die Nachricht von der Fertigstellung des Kaller Tunnels wird überall großem Interesse begegnen, das die Bahnlinie Köln-Trier nicht nur für die Eifel selbst von größter wirtschaftlicher Bedeutung ist, sondern auch die Eifel als natürliches Hinterland an das Euskirchener Gebiet und darüber hinaus an den Kölner Raum bindet. Mit besonderer Erwartung werden die Bewohner Münstereifels und des anschließenden südlichen Kreisgebietes die Meldung lesen, da sie auf Grund früherer Verlautbarungen hoffen dürfen, daß nunmehr auch endlich die Strecke Euskirchen-Münstereifel von Iversheim bis Münstereifel durchgeführt wird, zumal es sich hierbei nur um verhältnismäßig geringfügige Bauarbeiten handelt.








Quelle: Kölnische Rundschau 14. November 1947
Archiv: Anton Könen Mechernich









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