Mehr Grün für Stiftsplatz
Kölnische Rundschau vom 26. Juni 1987



Gut 500 000 Mark wird die „Attraktivitätssteigerung“ kosten

Von Peter W. Schmitz



Kerpen. Der Kerpener Stiftsplatz soll als städtisches Zentrum attraktiver gestaltet werden. Über ein halbe Million Mark soll die Begrünung und Veränderung kosten. Erfreulich auch, daß bei der Planung verstärkt die Vorschläge der Kerpener Bürger berücksichtigt wurden.

Im April dieses Jahres beteiligten sich die Anleger des Stiftsplatzes und zahlreiche interessierte Kerpener Bürger an den Planungen zur Umgestaltung . Nach der Auswertung der Bürgervorschläge durch die Verwaltung , kristallisierte sich eine Forderung heraus: Nach Ansicht der Kerpener sei es vonnöten, die vorhandenen Parkplätze zu reduzieren.


Dieses Bild am Kerpener Stiftsplatz könnte bereits in Kürze der Vergangenheit angehören.

Fotos: Schmitz

Das „offizielle“ Stellplatzangebot liegt bei 58 Parkmöglichkeiten auf dem Stiftsplatz. Die Baumscheiben sollen nun vergrößert und die Parkplätze auf 38 reduziert werden. In Wirklichkeit können freilich 124 Fahrzeuge auf dem Stiftsplatz abgestellt werden, da alle wichtigen Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe Privatparkplätze anbieten. Deshalb ist nach Ansicht des Stadtentwicklungsausschusses ein Abbau von einem Drittel der „offiziellen“ Parktaschen möglich. Zudem sind 16 Prozent des ruhenden Verkehrs Langzeitparker, die ohnehin nach der Umgestaltung durch eine Parkscheibenregelung verdrängt werden sollen.

Der Gartenbauverein gab bereits seine Zusage, die vorhandenen sowie die geplanten Grünanlagen weiterhin kostenlos zu hegen, wenn die Stadtverwaltung die Mittel für die Pflanzen zur Verfügung stellt.


Die Parkfläche wird wohl zugunsten von Grünanlagen schrumpfen.

Mehr Grün wird demnächst auch im westlichen Bereich des Stadtplatzes zu bewundern sein. Im nördlichen Teil fallen acht Längsparkstreifen weg, da die Bürger statt dessen leiber Grünanlagen sehen würden. Lediglich ein Behindertenparkplatz bleibt dort erhalten.

Auf der Südseite wird der Gehweg um einen Meter verbreitert. Die Fahrgasse verringert sich deshalb auf knapp fünf Meter. Dies ist möglich, da der Busverkehr demnächst nicht mehr den Stiftsplatz frequentieren soll. Die Verwaltung verhandelt zur Zeit mit der RVK über eine Verlegung. Eine alternative Busschleife könne an der Alten Landstraße hinter dem Rathaus entstehen.

Genau 432000 Mark sind für das Sanierungsprogramm Kerpen-Mitte für dieses und nächstes Jahr vorgesehen. Hinzu kommen noch 50000 Mark für die Gestaltung des Stiftsplatzes. In dieser Kalkulation ist allerdings die zur Diskussion stehende neue Beleuchtung noch nicht enthalten.

Nach ersten Kostenschätzungen dürft die Umgestaltung des Stiftsplatzes ohnehin mit rund 520000 Mark fast 40000 Mark mehr verschlingen, als anfangs veranschlagt wurde.



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